Schon die Ägypter zur Zeit der Pyramiden und Pharaonen haben „Hypnose“ zur Behandlung angewandt. Der Begriff Hypnose wurde jedoch erst viel später von dem schottischen Chirurgen James Braid im Jahre 1843 geprägt. „Hypnose“ ist eine Wortkombination aus dem Griechischen und lässt sich etwa mit „Göttlicher Schlaf“ übersetzen. Doch damit hat Hypnose nichts zu tun, wie selbst J. Braid später erkannt hat. Der Begriff jedoch war bereits in aller Munde und hat sich durchgesetzt.

Die Nutzung von Hypnose blickt inzwischen auf eine fast 4000 Jahre alte Tradition zurück. Die Nutzung von Trance aber hat sehr viel früher begonnen. Jeder Mensch kennt die Stimme und die Hand der Mutter, die das schreiende Kleinkind beruhigt, die heilende Wirkung eines Lieds oder eines Gedichts.

In der Antike bis zum Mittelalter wurde die heilende Wirkung von Hypnose häufig einer übermenschlichen Kraft zugeschrieben. Hypnose erschien mystisch und unheimlich.

Im 17. Jahrhundert wurde der Arzt Franz Anton Mesmer bekannt, weil er den sogenannten „Animalischen Magnetismus“, eine Form der Suggestion, zur Heilung einsetzte.

Vor Entwicklung der Psychoanalyse durch Sigmund Freud haben sich Mediziner, auch Freud selbst, intensiv mit der Hypnose beschäftigt. Zugunsten der damals wegbereitenden Psychoanalyse trat die Hypnose in ihrer Bedeutung zurück. Hinzu kam die Entdeckung von Betäubungsmitteln wie Chloroform und Äther, die besonders den Hypnoseeinsatz zur Schmerztherapie verdrängten.

In Deutschland entwickelte Johannes Heinrich Schultz (1884-1970) das Autogene Training (1932), das als eine formelhafte Methode der Selbsthypnose bezeichnet werden kann.

Ab 1950 nahm die Bedeutung der Hypnose im klinischen Bereich der englischsprachigen Länder wieder zu.

Der amerikanische Arzt und Psychiater Milton H. Erickson (1901 – 1980) gilt als Vater der modernen Hypnosetherapie. Er war maßgeblich an der offiziellen Anerkennung der Hypnose als Therapieform beteiligt. Erickson entwickelte eine metaphorische Therapiesprache, die es ermöglichte, indirekt über Thema und Lösungswege der Therapie zu reden. Oft schaffte er nur durch das Erzählen von Geschichten, dass seine Klienten in Trance fielen, um die gewünschten Veränderungen herbeizuführen.

Heute ist Milton Erickson das Vorbild für eine Vielzahl von Hypnotherapeuten in aller Welt.

Porträt Milton Erickson